Neuigkeiten / Aktuelles

 

 

23.05.18

Trampolinturnen

International Erfahrung gesammelt

Der 27. Ostseepokal wurde für die Sprungakrobaten des TSV Friedberg zu einem harten, aber fairen Wettkampf

Relativ gut sind die Trampoliner des TSV Friedberg bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften Meisterschaften in die neue Wettkampfsaison gestartet.

Erstmals haben sie nun beim 27. Internationalen Ostseepokal in Sörup, nahe Flensburg, teilgenommen. Einer der größten Trampolin-Wettkämpfe in Deutschland, der stets mit internationaler Teilnehmerschaft besetzt ist. An zwei Tagen wurde sowohl Einzel- als Synchron geturnt, mit der Besonderheit, dass im Synchron-Wettkampf auch Mixed Paare zugelassen waren.

Bei dem auf hoher Leistungsebene ausgetragenen Wettkampf haben sich die Sportler des TSV Friedberg dabei tapfer geschlagen und konnten bis auf mittlere Plätze vorspringen. Phoenix Baumgardt erreichte da Platz 24 in ihrer Altersklasse 11 – 14 Jahre (bei knapp 70 Teilnehmern ihrer Gruppe), mit einer schwierigen Übung der Leistungsklasse M 6, die sie zum ersten Mal im Wettkampf zeigte. Ein vermeidbarer Fehler in der Kür von Diana Raffler brachte sie um einen erreichbaren Finalplatz, der ihr durch hohe Abzüge verwehrt wurde. Es wurde nicht mehr als der 48. Platz. Annika Arzbergers Vorstellung endete mit dem 30. Platz, (45 Teilnehmer) der nach der Vorstellung ihres Trainers höher hätte ausfallen können. Die Top Springer des Vereins, Lukas Heißler und Tatiana Hesse zeigten sich anfangs von ihrer besten Seite. Im Vorkampf erreichten Sie jeweils Platz 8 für Tatjana und Platz 6 für Lukas. Das bedeutete FinaIkampf für beide. Da erwischte es jedoch Tatjana schon bei ihrem 2. Doppelsprung, den sie nicht in den Stand brachte. Der Traum vom Podestplatz platzte schnell, mit dem Resultat eines 10. Finalplatzes am Ende, jedoch relativ gut bei 31 Teilnehmern. Lukas landete hier schließlich auf Platz 8, (15 Teilnehmer) den er so akzeptieren musste.  

 Noch ungewohnt als Mixed Synchronpaar aufzutreten, sprangen Tatjana Hesse und Lukas Heißler dann auf einen 13. Platz von 18 Paaren. Hier wäre mehr möglich gewesen, in ihrer Kür schwierigere Sprünge zu zeigen, wie ursprünglich geplant.

 Unterm Strich bleibt das sportliche Resümee, dass der TSV Friedberg sich national und international behaupten kann, auch wenn die vorderen Plätze bis zum Treppchen noch weit entfernt sind. So ist eine Veranstaltung mit derart hohem Leistungsniveau nicht nur unter dem Aspekt der sportlichen Erfolge sehen. Ein Wettkampf auf internationaler Ebene bringt die jungen Menschen ebenso menschlich, wie auch persönlich weiter. Es wird hart aber fair gekämpft, es werden Freundschaften geschlossen, deshalb wird der Ostseepokal für alle Teilnehmer eine bleibende Erinnerung bleiben. Dies fängt an mit dem Respekt vor der enormen Logistik, eine beachtliche Leistung, die von dem Söruper Verein bewältigt wurde. Aber sicherlich ist der Austausch mit anderen Nationen, wie die Niederlande und Großbritannien und den vielen anderen Vereinen Deutschlands, mit die wichtigste Erinnerung und Erfahrung, von der Friedbergs Trampoliner profitierten. Die zwei Tage vor den Pfingstferien waren alle vereint in ihrer Leidenschaft für ihren Sport, das Trampolinturnen. Das Fazit der Trainer und Betreuen ist, dass der Besuch dieser Veranstaltung alleine deswegen die lange Reise wert war. (mb / wm-)

 

trampolin 23.05.18

Eine internationale Bewährungsprobe bestand Phoenix Baumgardt beim 27. Ostsee Cup in Sörup. Foto: Michael Baumgardt





 

 

16.05.18

Trampolinturnen

 Der TSV Friedberg startet beim Ostseepokal

 Erstmals nehmen die Trampoliner des TSV Friedberg an einem internationalen Wettkampf in Schleswig Holstein teil

Die Trampolinturnerinnen- und turner des TSV-Friedberg feiern bei vielen Meisterschaften und Pokalwettkämpfen in Bayern tolle Erfolge und Ergebnisse. Nun bekommen die Trampoliner des TSV auch einmal die Gelegenheit, sich international zu bewähren. Die auf auf hohen Leistungsniveau stehenden TSV Springer wagen dieses Jahr nun den Sprung zum internationalen Ostseepokal, der im schleswig-holsteinischen Sörup, nahe der dänischen Grenze, zum 26. Mal stattfindet. Eine Tagesreise von über 900 km steht also den Friedbergern schon am Freitag bevor, um am nächsten Tag frisch erholt ins Wettkampfgeschehen eingreifen zu können.

Der Ostseepokal zählt demnach mit zu einer der größten europäischen Begegnungen, besonders für den Trampolinnachwuchs im Spitzensport. Über 400 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland, wie den Niederlanden und Großbritannien, haben sich zu dem noch vor den Pfingstferien stattfindenden Event gemeldet, das für den TST Satrup, den Veranstalter und Ausrichter, schon zur Tradition geworden ist. An zwei Tagen, dem 19. Und 20. Mai 2018 dürfen sich die Besten des TSV Friedberg nun beweisen, wie sie dieser Herausforderung begegnen und auch die nervliche Belastung unter Kontrolle halten können. Entsprechend sind die Friedberger auf diesen Wettkampf vorbereitet und stehen unter Spannung, wie weit sie den Konkurrenten auf nationaler und internationaler Ebene gewachsen sind.

Betreut von den Trainern Amelie Riske und Michael Baumgardt, werden Tatjana Hesse, Annika Arzberger, Diana Raffler, Phoenix Baumgardt und Lukas Heißler, sich im Einzel- wie auch im Synchron-Wettkampf messen. Novum ist, dass Tatjana und Lukas als Mixed Paar starten und schon im Training der letzten Wochen bewiesen, dass sie synchron und besonders von der Schwierigkeit ihrer Sprünge her gut zusammenpassen und harmonieren. Auch wenn die Chancen der Friedberger auf die Eroberung des Pokals eher gering sind, so wird diese Veranstaltung für die bayerischen Teilnehmer ein Ansporn zur Höchstleistung sein. Sollte der Griff nach den Sternen zu hoch sein, wird deren Glanz bestimmt noch lange Bestand haben. Ihre Trainer und Betreuer freuen sich vor allem, dass die jungen Talente die Möglichkeit bekommen, bei einer großen und internationalen Veranstaltung dabei zu sein und sich gegebenenfalls sogar für den Bundeskader qualifizieren zu können.

Zum Ostseepokal gibt es eine Website und Trampolinfans können am Samstag ab 10 h im Internet in einem Live Stream bei YouTube unter https://sites.google.com/view/ostseepokal den Wettkampf mit den Friedberger Trampolinern live miterleben. (wm-)

 

Die Wettkampfdaten

19./20.05.2018

26. internationaler Ostseepokal im Trampolinturen

Veranstalter und Ausrichter: TST Satrup

Wettkampfstätte: Sporthalle in Sörup

Wettkampfbeginn: 10 h

 trampo 160518 kl

Glänzend vorbereitet auf den internationalen Ostseepokal in Schleswig-Holstein ist das Trampolin Mixed-Synchronpaar des TSV Friedberg Tatjana Hesse und Lukas Heißler

 

13.05.18

Trampolinturnen

Fortuna steht auf Friedbergs Seite

Lukas Heißler holt bei den bayerischen Einzelmeisterschaften den Titel. Diana Raffler wird bayerische Vizemeisterin und Marc Kimmel erobert Podestplatz drei. Drei undankbare vierte Plätze gab es außerdem.

Talent, Mut, Ausdauer und Trainingsfleiß sind prägnante Merkmale, denen Friedbergs Trampolinturnerinnen und Turner zu eigen sind und im Endeffekt bei wichtigen Wettkämpfen auch zum Erfolg führen können.

So geschehen bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften und den Bayerischen Vereinsmeisterschaften, die in der Turnhalle am Roten Main in Bayreuth über die Bühne gingen. Die Erfolge der Friedberger können sich sehen lassen, gleichwohl auch Fortuna ihre Hand ein wenig mit im Spiel hatte.

Cheftrainer Christian Groß, der darauf bedacht ist, seine Schützlinge zu einem Wettkampf auf die Minute in Topform zu bringen. So gelingt es ihnen meist, auch gesetzte Ziele real umsetzten. Das funktionierte bisher tadellos. Des Trainers Sprungakrobaten eroberten bei bayerischen Meisterschaften noch immer einen oder mehrere Titel, gleich welcher Couleur, die auf der Rückreise im Handgepäck zu finden waren. Im aktuellen Fall war es Lukas Heißler (Jhrg 2001), der seine Kür im Finale mit 4 Doppelrotationen vertikal und horizontal auf den Punkt brachte und am Ende als bayerischer Meister da stand. Dazu leistete ihm der hohe Favorit Florian Schreier vom Münchner Turnerbund aber Vorschub, indem er seine Kür abbrach und Lukas den Weg nach oben frei machte.

Eine riesen Überraschung bot die erst 13jährige Diana Raffler (Jhrg 2003). Ihr offensichtlicher Ehrgeiz treibt die junge Turnerin zu Höchstleistungen, deren Lohn sie als bayerische Vizemeisterin in Empfang nahm. Der Weg zum Meistertitel wurde ihr mit 0,525 Pkt. Differenz zur Konkurrentin Hannah Rottman vom TV Aschaffenburg aber verwehrt.

Marc Kimmel lag im Vorkampf noch auf Platz zwei, trat diesen aber im Finalkampf an Sebastian Schreck von der TS Bayreuth ab, war über seine Bronzemedaille aber dennoch glücklich.

Einen Platz auf dem Podest peilten auch Annika Arzberger (Jahrg: 2002) und Phoenix Baumgardt (Jahrg:2005) an. Im Finalkampf fehlten Annika aber am Ende nur 0,235 Pkt, Phoenix mit 0,460 Pkt. Differenz, das Glück auf einen begehrten 3. Platz. Betreuerin Amelie Riske hatte da einige Tränen zu trocknen .

Auch bei Helena Chortikoglou, die trotz einer schwierigen M5, als Zehnte das Finale verpasste. Dass es nicht alle Herzogstädterin in den Finalkampf schafften, tat der Freude am Wettkampf dennoch keinen Abbruch. Auch Melina Müller (Jhg. 2001), Platz 7 und Anna Lena Reith (Jhrg. 2003), 10. Platz und Julina Kimmel (Jhrg. 2006) erging es so. Viel Pech hatten Katharina Einertshofen (Jhrg2003) Platz 16 und Emily Ullmann (Jhrg.2007), mit Platz 26, die ihre Übungen nicht zu Ende turnten.

Als zweiter Wettkampf des Tages standen noch die Bayerischen Vereinsmeisterschaften an, bei denen ein Finalkampf zu bestreiten war, zu dem dann die Wertungen des Vorkampfes von der bayerischen Einzelmeisterschaft herangezogen wurden. Friedberg 1 turnte hier mit Annika Arzberger, Diana Raffler, Sandra Greißinger (von TFM Blumenau im Zweitstartrecht), Marc Kimmel und Lukas Heißler) Mit Platz 4 fehlte da zum Meistertitel doch ein knapper Punkt. Friedberg 2 mit Phoenix Baumgardt, Helena Chortikoglou, Melina Müller, Anna Lena Reith und Katharina Einertshofer belegten einen 8. Platz.

Obwohl die Friedberger mit einem reduzierten Team antreten mussten, es fehlten doch starke Leute, wie Tatjana Hesse, Laura Hillenbrand, Anna Heiß und Sophia Maurer wegen Verletzung und aus privaten Gründen, war es ein Wettkampf, der unter dem Aspekt „erfolgreich“ eingereiht werden kann.

Schon dieses Wochenende geht ein kleines, aber starkes Team auf eine weite Reise nach Rörup in Schleswig Holstein zum internationalen Ostseepokal, bei dem die Kirschen ebenfalls sehr hoch hängen werden. (wm-)

_______________________________________________________________________________________

Das erfolgreiche Trampolinteam des TSV Friedberg bei den bayerischen Einzel- und Vereinsmeisterschaften des BTV am 12. Mai 2018 in Bayreuth

Von links: Trainerin Sarah Krüger, Anna Lena Reith, Helena Chortikoglou, Julina Kimmel, Emily Ullmann, Melina Müller, Diana Raffler, Marc Kimmel, Lukas Heißler, Sandra Greißinger (FTM München-Blumenau), Phoenix Baumgardt, Katharina Einertshofer, Annika Arzberger, Trainerin Amelie Riske, Trainerin Anna Lena Krüger, Trainer Christian Groß

 

 trampo 130518

 

10.05.18

Reduziertes Team beim Start in Bayreuth

Die Bayerischen Einzelmeisterschaften im Trampolinturnen bedeuten für den TSV Friedberg eine Herausforderung

Sehr intensiv gestaltete sich das Training der Sprungakrobaten des TSV Friedberg der letzten Wochen unter Cheftrainer Christian Groß zu den Bayerischen Einzelmeisterschaften am Samstag, 12. Mai in Bayreuth. Durch unglückliche Umstände ist er gezwungen, nicht wie gewohnt, eine besonders starke Mannschaft zu diesem Wettkampf zu entsenden. Ein Sportunfall der Topturnerin Laura Hillenbrand und ein wichtiger Privattermin von Spitzenturnerin Tatjana Hesse zwingen ihn auf finalverdächtige Teilnehmer zu verzichten. Trotz eines Autounfalls mit davongetragener Verletzung, erst in den letzten Tagen, versucht die als Favoritin gehandelte Annika Arzberger zu starten. Sie steht aber unter großem Konkurrenzdruck seitens der Munich Airriders, die schwer zu schlagen sind. Ebenso fehlen den Friedbergern die Talente Anna Heiß und Sophia Maurer, die andere Termine verfolgen müssen. Beste Voraussetzungen aufs Podest zu kommen haben dennoch Lukas Heißler und Marc Kimmel, mit Sprungübungen von hohen Schwierigkeitsgraden. Nun kommt es auf die Jungendturnerinnen wie Diana Raffler, Melina Müller, Helena Chortikoglou, Katharina Einertshofer, Phoenix Baumgardt, Anna Lena Reith und Julina Kimmel darauf an, wie weit sie ihre Chancen, ins Finale zu kommen, wahrnehmen können. Gleichzeitig finden neben den Einzel- auch die bayerischen Vereinsmeisterschaften in Bayreuth statt. Hier werden die Friedberger Luftakrobaten zusätzlich von Sandra Greißinger (Freie Turnerschaft München-Blumenau) unterstützt. (wm-)

Wettkampfdaten

Samstag, 12. Mai 2018

Bayerische Einzelmeisterschaften im Trampolinturnen

und Bayerische Vereinsmeisterschaften

Veranstalter: Bayerischer Turnverband

Ausrichter: Bayreuther Turnerschaft

Wettkampfort: Bayreuth, Turnhalle am Roten Main

Wettkampfbeginn: 11.30 h

  trampo120518

Trotz eine Verletzung versucht Topathletin Annika Arzberger vom TSV Friedberg bei den bayerischen Einzelmeisterschaften im Trampolinturnen in Bayreuth zu starten

Foto: Werner Miller



 

04.02.18

Trampolinturnen

Tatjana Hesse holt den 4. Meistertitel in Folge

Ansonsten einiges Pech für den TSV bei den bayerischen Doppelminitramp-Meisterschaften in Straubing

Die Trampolinturner des TSV Friedberg starteten am vergangenen Samstag in die Wettkampfsaison 2018: in Straubing standen die bayerischen Meisterschaften auf dem Doppelminitrampolin auf dem Programm. Alle 11 Teilnehmer konnten ihre Trainingsleistungen erfolgreich abrufen, jedoch fehlte ihnen oft das letzte Quäntchen Glück. Insgesamt stand die Aktiven des TSV am Ende zwar sechsmal auf dem Treppchen, aber Tatjana Hesse war die einzige, die ganz oben Platz nehmen durfte.

Der Wettkampftag startete mit 11 Jugendturnerinnen in der Klasse bis 13 Jahren.
Phoenix Baumgardt leistete sich gleich im ersten von bis zu vier Durchgängen einen Landungsschnitzer, den sie im zweiten Durchgang trotz drittbester Wertung nicht mehr wett machen konnte. Als Neunte verpasste sie das Finale (also die Durchgänge drei und vier) um 5 Zehntel. Ihre Vereinskameradin Helena Chortikoglou erreichte das Finale als Siebte und kämpfte sich dort noch auf Platz 4 vor. Bei ihrem ersten Doppelmini-Wettkampf fehlten ihr am Ende nur 0,1 Punkte zur Bronzemedaille.

Auch bei den Jugendturnerinnen der Altersklasse 14-15 waren unter sieben Athletinnen zwei Herzogstädterinnen am Start. Katharina Einertshofer hatte bei ihrem ebenfalls ersten Doppelmini-Wettkampf ähnliches Pech wie Helena: auch sie wurde schließlich Vierte mit 0,2 Punkten Rückstand auf Platz 3. Diana Raffler war 2017 noch Fünfte geworden. Heuer machte sie es besser und holte sich die Silbermedaille.

Mit insgesamt 4 Friedberger Jugendturnerinnen (von insgesamt 8) war die Alterklasse 16-18 eigentlich fest in der Hand des TSV; ein Friedberger Trio auf dem Treppchen wäre nach den letztjährigen Resultaten möglich gewesen. Leider lief es nicht optimal. Sophia Maurer und Anna Heiß, beide im Vorjahr noch auf dem Treppchen, hatten als Jüngste in dieser Klasse einen schweren Stand. Sie erreichten zwar die beiden Finaldurchgänge, mussten sich dort aber letztendlich aufgrund kleinerer Unsicherheiten mit den Plätzen 5 und 6 zufrieden geben. Routinier Tatjana Hesse machte es besser: sie turnte neue Höchstschwierigkeiten und zeigte als einzige dieser Klasse einen Doppelsalto. Dafür wurde sie in fast jedem Durchgang mit der höchsten Punktzahl belohnt und musste sich nur einmal ihrer Vereinskameradin Laura Hillenbrand geschlagen geben. Wer den Trainingsaufwand nicht kennt, musste den Eindruck haben, dass sie den vierten bayerischen Meistertitel in Folge spielend leicht errang. In Wirklichkeit war sie mit höchster Konzentration bei der Sache, denn das schmale Doppelminitrampolin verzeiht keine Leichtsinnsfehler. Das musste auch Laura erfahren, die sich durch einen Landungsfehler bei der allerletzten Landung um die Silbermedaille brachte und so mit Bronze vorlieb nehmen musste.

Bei den Turnerinnen ab 19 Jahren waren nach kurzfristigen Absagen nur drei Aktive am Start. In einem trotzdem sehr spannenden und engen Wettkampf waren die beiden Friedbergerinnen höflich und ließen Maria Stübinger aus Kulmbach knapp den Vortritt. So wurden Corinna Hoppe Zweite und Trainerin Jessica Pilz Dritte.

Als einziger männlicher Turner vertrat Lukas Heißler in der Altersklasse ab 16 Jahren die Farben des TSV. Wie im Vorjahr konnte er mit den durchwegs älteren Konkurrenten mithalten und wurde wieder mit Bronze belohnt, nur zwei Zehntel hinter dem Straubinger Trainer Dimitrij Knauer. Dessen Schützling Anton Räß, ein WM-Aspirant, war wieder einmal nicht zu schlagen: er zeigte mit seinen Höchstschwierigkeiten, was auf dem kleinen Trampolin alles möglich ist und erhielt dafür in jedem Durchgang die Höchstwertungen.

Ganz am Ende des Wettkampftags wurde noch ein Mannschaftsmeister gesucht, und zwar alters- und geschlechtsübergreifend. Mit Anton Räß und seinem Trainer waren die Straubinger hier eine Klasse für sich und holten sich diesen Titel verdient. Die Friedberger schickte hier - nach Jahren der Abstinenz von diesem Mannschaftswettkampf - heuer gleich zwei Mannschaften ins Feld. Aufgrund der Resultate der Einzelwettkämpfe lagen diese vor dem Mannschaftsfinale tatsächlich auf den Plätzen 2 und 3. Letztendlich zählt aber nur die Wertung im Finale, was die Spannung erhöhen soll. TSV Friedberg I mit Laura Hillenbrand, Jessica Pilz, Tatjana Hesse und Lukas Heißler konnte dem Druck standhalten und sicherte sich hinter den Straubingern die Silbermedaille. Mit einem perfekten Doppelsalto-Durchgang holte sich Lukas hier die Tageshöchstwertung aller Friedberger Aktiven. TSV Friedberg II mit Corinna Hoppe, Diana Raffler, Anna Heiß und Sophia Maurer leistete sich dagegen kleine Unsicherheiten, was einmal mehr mit diesmal 0,3 Punkten Rückstand auf Burgkunstadt den Platz auf dem Treppchen kostete.

Trotz der geschilderten Wermutstropfen waren alle Friedberger Trainer mit ihren Schützlingen sehr zufrieden, schließlich mussten Sarah Krüger, Michael Baumgardt und Christian Groß - alle drei an diesem Tag auch als Kampfrichter aktiv - keinen einzigen Übungsabbruch verzeichnen und - noch wichtiger - keine Verletzung beklagen. (Bericht: Christian Groß, Fotos: Nicole Hillenbrand)

 trampolin 040218 01

trampolin 040218 02

trampolin 040218 03

trampolin 040218 04

Ein erfolgreiches, aber auch vom Pech begleitetes Trampolinteam des TSV Friedberg bei den bayerischen Meisterschaften auf dem Doppelminitrampolin in Straubing

Von links: Diana Raffler, Helena Chortikoglou, Tatjana Hesse, Laura Hillenbrand, Lukas Heißler, Jessica Pilz, Corinna Hoppe, Katharina Einertshofer, Phoenix Baumgardt. Vorne links: Trainer :Christian Groß, Sophia Maurer, Anna Heiß