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Sportakrobatik                                                                                                       18.09.17

Geglückte Generalprobe

Kurz vor der Europameisterschaft in Polen trumpfen Nicole Boxler und Sophie mit einem zweiten Platz beim Zolotov Cup im russischen Weliki Novgorod auf.

Ganz im Zeichen der kommenden Europameisterschaften in Polen reisten Nicole Boxler und Sophie Kirschner Anfang September unter der Obhut von Bundestrainer Igor Blintsov nach Russland zum Zolotov Cup.

Im internationalen Format wird dieser Pokal im jährlichen Turnus in Weliki Novgorod, einer 220.000 Einwohner zählenden Großstadt 180 km südsüdöstlich von Sankt Petersburg und nördlich des Ilmensees, ausgetragen. Vorab hatten sich die beiden Sportakrobatinnen des TSV Friedberg zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft in Pfungstadt im Bundesleistungszentrum vorbereitet. Der Zolotov Cup, war nun die letzte große Probe vor den Europameisterschaften in Polen anfangs Oktober.

 

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Mit Platz zwei auf dem Siegerpodest hinterließen das Akrobatenduo Nicoele Boxler und Sophie Kirschner vom TSV Friedberg einen starken Eindruck beim internationalen Zolotov Cup in Russland.

Foto: Werner Miller

Heimtrainerin Nina Wente war ebenfalls mit von der Partie, um genau zu beobachten woran bis zur Europameisterschaft im Training noch gearbeitet werden muss, doch dieses Mal lag die Betreuerehre beim Bundestrainer. So konnten sich die Friedbergerinnen schon mal an die Gegebenheiten bei der Europameisterschaft gewöhnen, denn jede internationale Begegnung stellt für sie aufs Neue eine Herausforderung der besonderen Art dar.

Die Juniorinnen starteten sehr gut in den Wettkampf, ihre Balanceübung gelang wie gewünscht. Dadurch erreichten beide eine sagenhafte Punktewertung von 27.700 Zählern. Den letzten Kick versetzten Nicole und Sophie ihrer Übung bei diesem Auftritt mit ihren neuen Wettkampftrikots, die sie eigens für diese Übung ausgewählt hatten und damit die gezeigten Leistungen optisch gleich nochmals aufpolierten. Obwohl die Konkurrenz aus Russland, Weißrussland und Moldawien ein Optimum an Stärke bewiesen, freuten sich Nicole und Sophie schon nach der ersten Übung über einen zweiten Zwischenrang.

Am zweiten Wettkampftag geschah bei der Dynamic Übung dann das Unvorstellbare – Sturz beim Doppelsalto. Beim sonst so sicheren Element stimmte das Timing und die Richtung nicht wie gewohnt, sodass Sophie bei der Landung nach hinten abrollen musste. Doch als Profis wie bei ihnen, hielten die Nerven, sodass sie ihre Übung souverän und unbeeindruckt beenden konnten. Durch diesen Fauxpas ließen sie jedoch einige Zähler liegen, holten immerhin noch eine 25.900 Punktewertung heraus, rutschten aber zugleich auf den dritten Platz ab.

Tags darauf hieß es nun beim Finale Hop oder Top. Hochkonzentriert und mit einer fast unheimlichen Anspannung und Konzentration zeigten die zwei Friedbergerinnen aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Mit einer nahezu makellosen Übung, die eine unglaublich hohe Wertung von 28.500 Punkten einbrachte, kämpften sich die beiden auf den zweiten Schlussrang zurück. „Mit diesem Endresultat haben sich Nicole und Sophie viel Respekt und große Komplimente eingeholt, die sowohl vom Bundestrainer Igor Blintsov, als auch von

Trainern und Wertungsrichtern der anderen teilnehmenden Nationen kamen. Wenn es darauf ankommt sind sie da und beweisen sich als echte Profis und starke Wettkampftypen“, resümiert Trainerin Nina Wente.

Sie sieht nun sehr zuversichtlich den Europameisterschaften Anfang Oktober in Polen entgegen und nützt die verbleibende Zeit um das Paar mental auf Sicherheit und Stärke weiter aufzubauen (wm-)

 


Sportakrobatik

In Polen auf dem Podest

Zwei Trios des TSV Friedberg gewinnen bei einem Turnier in Zielona Gora Medaillen. Allerdings fühlen sie sich benachteiligt. Von Werner Miller und Nina Wente

Erfolgreiche Friedbergerinnen: Links das Trio Emelie Brauchle, Lucia Gaag und Laura Kirschner und rechts das Trio Sina Lippert Jacqueline Kreuzpointner und Margaritte Vugman mit Trainerin Nina Wente (Mitte).
Foto: Nina Wente

Die Sportakrobaten des TSV Friedberg haben während der Sommerferien eifrig trainiert. In vielen Einheiten wurde an der Technik der bestehenden wie auch der neuen und schwierigeren Elemente gefeilt. Ebenso wurden Choreografien erlernt, um in der zweiten Hälfte der Wettkampfsaison mit einigen Überraschungen aufzutrumpfen. Zwei der Friedberger Teams haben nun ihre neuen Fertigkeiten vor internationalem Publikum in Polen präsentiert.

Ein kleines Team aus zwei Trios reiste ins knapp 500 Kilometer entfernte Zielona Gora, dem ehemals schlesischen Grünberg. Hier ging das jährlich stattfindende internationale Winobranie Tournament über die Bühne, bei welchem die Friedberger Sportakrobaten schon 2015 an den Start gingen.

Dieses Mal waren Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner in der Kategorie Age Group sowie Jacqueline Kreutzpointner, Sina Lippert und Margaritta Vugman bei den Junioren dabei.

Das jüngere Trio hatte mit elf gegnerischen Teams die weitaus größere Konkurrenz vor sich. Schon mit der ersten, der Dynamic-Übung, bewiesen Lucia, Emelie und Laura, dass sie mit einer polnischen Nationalmannschaft mithalten können. Nach dem überraschenden ersten Platz ging es motiviert in die Balance-Übung. Unverständlicherweise wurde hier ein choreografischer Fehler in der Techniknote abgezogen und schlug sich abstufend in der Wertung nieder. So starteten sie am nächsten Tag als Viertplatzierte im Finale. Mit der nochmals gezeigten Balance-Übung kamen Lucia, Emelie und Laura diesmal sehr souverän durch ihr neues Programm. Damit holten sie im Mehrkampf sogar noch einen Platz auf und freuten sich schlussendlich über ihren den Platz und die Bronzemedaille.

Jacqueline, Sina und Margaritta lagen nach ihrer ersten Übung, der Dynamic-Übung, in der Konkurrenz der sieben Trios ebenfalls auf dem ersten Platz. Nach einer fehlerfreien Balance-Übung, aber einer fragwürdigen Bewertung, welche im Vergleich zur Dynamic-Übung viel zu niedrig war, rutschten die drei auf den dritten Platz ab. Im Finale katapultierten sich die Friedbergerinnen mit ihrer Kombi-Übung jedoch in die höchste Wertung ihrer Kategorie. Unverrückbar schoben sich Jacqueline, Sina und Margaritta damit auf den zweiten Platz vor.

Bei diesem Wettkampf liefen noch nicht alle neuen Passagen fehlerfrei, dennoch war Trainerin Nina Wente mit der Leistung sehr zufrieden. Die ein oder andere unverständliche Bewertung der Kampfrichter versetzte den Friedbergern jedoch einen kleinen Dämpfer. Trainerin Wente erklärte, dass das Turnier für die polnischen Sportler die letzte Möglichkeit war, sich für die kommende Europameisterschaft zu qualifizieren. Sie vermutete, dass es eine politische Entscheidung war, die ihrem Team den Sieg kostete.

 



Sportakrobatik        08.09.17

TSV-Mädchen im Fernsehen

Das ZDF drehte in der Friedberger Gerätehalle

Nicole Boxler (links) und Sophie Kirschner vom TSV Friedberg. Das ZDF filmte die beiden, ehe sie nach Russland zum Zolotov-Cup reisten.
Foto: Peter Kleist

Am Donnerstag begann im russischen Veliki Novgorod der Zolotov-Cup, bei dem auch Nicole Boxler (links) und Sophie Kirschner, die erfogreichen Sportakrobatinnen des TSV Friedberg, mit von der Partie sind. In der vergangenen Woche hatten die beiden mehrfachen deutschen Meisterinnen dieses Jahres einen besonderen Termin: Das ZDF hatte ein Team geschickt, um die beiden jungen Mädchen beim Training zu filmen und zu befragen. In der Sparte ZDFtivi, die sich vor allem an die jüngeren Fernsehkonsumenten wendet, gab es beim Nachrichtenformat „logo“ den Beitrag dann zu sehen. Wer sich das anschauen möchte, kann das in der ZDF-Mediathek tun.

Den Link zum Film finden Sie hier

 


Sportakrobatik                                                                                                       03.09.17

Nach Russland zur Generalprobe für die Europameisterschaft

Der internationale Zolotov Cup in Weliki Novgorod ist für das Friedberger Sportakrobatenpaar Nicole Boxler und Sophie Kirschner ein wichtiger Gradmesser

Nicole Boxler und Sophie Kirschner, zwei Top Sportakrobatinnen des TSV Friedberg, durften sich bis dato in diesem Jahr nach einer beispiellosen Wettkampfserie und Meistertiteln auf nationaler und Pokalsiegen auf internationaler Ebene, über die Nominierung zur Europameisterschaft 2017 freuen (Friedberger Allgemeine berichtete). Nun dürfen die 12-jährige Sophie und die 16-jährige Nicole als Teil der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft vom 13. bis 15. Oktober die deutschen Farben in Polen repräsentieren. Dazu wurden sie zusätzlich vom Bundestrainer Igor Blintsov eingeladen, beim Zolotov Cup, einem großen internationalen Wettkampf in Russland, Deutschland zu vertreten.

Dieser Wettkampf vom 7. bis 9. September dient vor allem zur Vorbereitung und als Generalprobe vor der Europameisterschaft in Polen. Anfang September ging es nun für die beiden Friedbergerinnen zu Bundeskaderlehrgängen ins südhessische Pfungstadt, wo die deutschen EM Teilnehmer zusammengezogen werden und von da weiter ins Bundesleistungszentrum nach Riesa wechseln. Am Dienstag fährt sie ein Mannschaftsbus nach Prag in Tschechien. Von hier startet ein Flieger nach St. Petersburg. Schlussendlich erwartet das Nationalteam eine Busreise ins 180 km entfernte Weliki Novgorod. Es liegt 180 km südöstlich von St. Petersburg und ist mit 220 000 Einwohnern eine der ältesten Städte Russlands

„Der sogenannte Zolotov Cup wird eine schwierige, aber wichtige Standortbestimmung“, so Trainerin Nina Wente. "Russland ist im Moment die Nation, die es an der Spitze zu schlagen gilt. Wir werden unser Bestes geben und auf russischem Boden beweisen, dass wir für die EM bereit sind", so Wente weiter. Das viertägige Wettkampfprogramm teilt sich auf in einen Trainingstag am Mittwoch. Donnerstag Wettkampftag in der Balance, Mittwoch in der Dynamik und am Freitag das Finale mit der Kombi-Übung.

Eine Platzierung möglichst weit vorne im starken internationalen Starterfeld muss das Ziel für die beiden jungen Friedbergerinnen sein. Dafür haben sie sich in den vergangenen Ferienwochen mit vielen extra Trainingseinheiten und sogar internationaler Hilfe auch besonders hart vorbereitet. So war der englische Startrainer Neil Griffiths vor kurzem in Friedberg zu Gast und hat ebenfalls noch an der Technik der beiden gefeilt. Neil Griffiths, der dank dem Sieg bei "Britain's got Talent" (das Pendant zu "Das Supertalent"), mit seiner Akrobatik-Truppe internationale Berühmtheit erlangte, daneben aber schon unzählige Welt- und Europameister hervorbrachte. Er meinte in den beiden Friedbergerinnen noch viel Potenzial zu sehen. Die Hoffnung auf eine weitere Top-Platzierung der beiden reist somit mit nach Russland.

Trainerin Nina Wente, die ihre beiden Friedberger Trios am Wochenende bei einem internationalen Wettkampf nach Zielona Góra in Polen betreute, reist nun von da nach Riesa und begleitet nachfolgend ihr Duo nach Russland.

Alle guten Wünsche kommen für die beiden Sportlerin des TSV Friedberg daher von Turnabteilungsleiterin Sabine Walter zu einem erfolgreichen Wettkampf auf dem Weg in den Osten. (wm-)

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Vor dem Start von Nicole Boxler und Sophie Kirschner beim Zolotov Cup in Russland führte die Fahrt mit der Bahn ins Bundesleistungszentrum nach Pfungstadt und Riesa.

Foto: Bianca Kirschner

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Den Zolotov Cup in Russland sehen Nicole Boxler und Sophie Kirschner als Generalprobe für die Europameisterschaft im Oktober in Polen

Foto: Werner Miller

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Das TSV Sportakrobatenpaar Nicole Boxler und Sophie Kirschner mit dem englischen Startrainer Neil Griffiths

Foto: Bianca Kirschner


Sportakrobatik                                                            01.09.17

Auftritt auf internationaler Bühne

Zwei Friedberger Trios präsentieren ihr Können in Polen Von Werner Miller

Das Sportakrobatentrio Lucia Gaag (hinten), Emelie Brauchle (Mitte) und Laura Kirschner (vorne) vom TSV Friedberg empfehlen sich bei einem Freundschaftsturnier in Polen auf internationaler Bühne.
Foto: Werner Miller

Ein internationales Turnier lockt die Friedberger Sportakrobatinnen nach Polen. Im niederschlesischen Zielona Gora wollen sich zwei Friedberger Trios gegen starke Konkurrenz beweisen.

Schlag auf Schlag folgen zwei hochklassige internationale Wettkämpfe für die Friedberger Sportakrobaten aufeinander. Zum ersten sind sie schon seit dem gestrigen Freitag unterwegs. Nach zwei Jahren nehmen am Wochenende 2./3. September wieder zwei Sportakrobatentrios in Polen an einem internationalen Turnier teil.

Im niederschlesischen Zielona Góra, dem ehemaligen Grünberg, wollen das Jugendtrio bestehend aus Laura Kirschner, Lucia Gaag und Emelie Brauchle, sowie das Juniorentrio Margaritta Vugman, Jacqueline Kreutzpointner und Sina Lippert ihre neuen Übungen und Elemente einem internationalen Publikum zeigen. Diese Neuerungen wurden in den Sommerferien in vielen Zusatzstunden eingeübt.

Nina Wente, Trainerin der beiden Formationen, verrät, dass beide Formationen 2017 große Ziele haben und international angreifen möchten: „Die Übungen und Elemente sitzen, jetzt ist es wichtig, möglichst viel Wettkampferfahrung zu sammeln. Deshalb nehmen wir auch größere Reisen und Kosten in Kauf, damit wir die nötige Routine bekommen und die Sportler selbstbewusst auf die Wettkampfmatte treten können.“

Nun wird sich am Wochenende zeigen, welche Elemente und Choreografien bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Wertungsrichter überzeugen können und wo in der nächsten Zeit weiter gefeilt und optimiert werden muss. Denn bis zum weiteren Höhepunkt Anfang Dezember ist es nicht mehr weit hin: Beim internationalen Zwinger-Pokal in Dresden wird Bundestrainer Igor Blintsov seine Nationalmannschaft für 2018 zusammenstellen, und beide Trios möchten sich hier empfehlen.

Anfang nächster Woche macht sich dann das Friedberger Paar Nicole Boxler und Sophie Kirschner auf den Weg zum internationalen Zolotov-Pokal nach Weliki Novgorod in Russland.

 


16. Juni 2017

Deutsches Turnfest

Triumph auf der ganzen Linie

Sportakrobaten des TSV Friedberg trumpfen in Berlin groß auf und holen Titel. Ein Duo beweist dabei wieder seine Ausnahmestellung und ein Trio schafft ein besonderes Kunststück Von Werner Miller

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Hochkonzentriert posieren die Sportakrobaten in der Damengruppe der Junioren 1 mit Jacqueline Kreuzpointner, (links) Sina Lippert (rechts) und Margaritta Vugmann zu Beginn ihres Auftritts . Sie wurden Deutsche Meister in der Kategorie Balance.

Foto: Ricardo Kiel 

Die Sportakrobaten des TSV Friedberg sorgten beim Internationalen Deutschen Turnfest in Berlin für Aufsehen und eine große Überraschung. Die Friedberger Akrobatinnen holten sich vier deutsche Meistertitel, einen zweiten Platz und dazu noch zwei Bronzemedaillen.

Die Sportakrobaten des TSV Friedberg hatten das hehre Ziel, sich bei einer Deutschen Meisterschaft im Rampenlicht der Öffentlichkeit präsentieren zu können – und das gelang auf ganzer Linie.

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Vor allem das Damenpaar Nicole Boxler und Sophie Kirschner präsentierte sich wieder in bestechender Form. In Berlin verließen die beiden, die bei den Juniorinnen 1 antraten, die Matte als dreifache deutsche Meisterinnen. Sie siegten mit ihrer Tempo-, ihrer Balance- und ihrer Kombiübung und waren damit die erfolgreichsten Teilnehmer des TSV Friedberg. Sie verwiesen die Damenpaare des SC Hoyerswerda und des Oldenburger Turnerbund auf die Plätze. Die beiden Turnerinnen, die die Farben der bayerischen Herzogstadt vertraten, demonstrierten vor allem in der Kombiübung ihre Überlegenheit. Sie siegten hier mit 3,24 Punkten Vorsprung – das sind Welten in der Sportakrobatik.

Auch die Dreier-Formation Jacqueline Kreuzpointner, Sina Lippert und Margaritta Vugman überraschte mit dem ersten Platz und dem deutschen Meistertitel in der Kategorie Balance. Die drei hatten am Tag zuvor noch Pech bei ihrer Tempoübung, bei der sie sich einige Abzüge einhandelten und als Schlusslicht ganz am Ende der Konkurrenz standen. Aufgestachelt durch das deprimierende Ergebnis gaben die drei in der Balance-Übung alles, um noch einen Platz im Finale zu ergattern. Und dieses Kunststück gelang. Souverän erturnten sich Sina Lippert, Jaqueline Kreuzpointner und Margaritta Vugmann hier den ersten Platz und holten die Goldmedaille. Im Finale zeigten sie in der Kombiübung, dass sie durchaus ganz vorne hätten dabei sein können – hier gab es Bronze für das TSV-Trio.

In der Meisterklasse gingen bei den Mixed-Paaren Dana Rühm und Oliver Edelmann von der Startgemeinschaft TSV Friedberg/SVG Nieder-Liebersbach an den Start. Sie glänzten mit ihrer sicheren Balance-Übung und standen nicht unerwartet mit Silber dekoriert als deutsche Vizemeister auf dem Podest. Mit Bronze in der Tempoübung gelang ihnen dazu der Einzug ins Finale. Bei der Kombiübung mussten die beiden dann einen Wertungsabzug nach einem Sturz beim Hand-Hand-Salto hinnehmen, der letztlich den Podestplatz kostete. Der vierte Platz tat ihrer Freude über ein insgesamt doch hervorragendes Ergebnis keinen Abbruch.

Trainerin Nina Wente ist es gelungen, die Sportakrobaten zur erfolgreichsten Sparte der Turnabteilung bei diesem Turnfest in Berlin zu machen und damit einen neuen Höhepunkt in der Sportakrobatik beim TSV Friedberg zu setzen.


25. Mai 2017

Sportakrobatik TSV Friedberg

Lob von allen Seiten

 Die deutschen Meisterschaften in Friedberg stoßen auf ein sehr positives Echo. Warum Trainerin Nina Wente so erleichtert ist und worauf sich die Aktiven nun vorbereiten. Von Peter Kleist

 

 Zurecht standen die Sportakrobatinnen des TSV Friedberg im goldenen Konfetti-Regen, schließlich schnitten sie sehr gut ab. Unser Bild zeigt hinten von links Alexandra Hesse, Marlene Langenmayr, Nicole Boxler, Lucia Gaag, Emelie Brauchle, vorne von links Nina Seebacher, Sophie Kirschner und Laura Kirschner.

Foto: Miller

Sie waren ein Ereignis der Superlative, die deutschen Jugend-meisterschaften der Sportakrobatik in Friedberg. Auch noch Tage nach dem riesen Event ist Trainerin Nina Wente einerseits die Anspannung und andererseits die Erleichterung deutlich anzumerken. Doch bei den Sportakrobaten, einer der jüngsten Sparten des TSV Friedberg, heißt es nun, nur keine Müdigkeit vorschützen. Denn schon werfen die nächsten Großereignisse ihre Schatten voraus.

„Es war einfach super, alle waren zufrieden, wir haben von allen Seiten Lob bekommen und ich bin richtig froh, dass alles so gut geklappt hat“, meinte die TSV-Trainerin Nina Wente. Die 28-Jährige, gab das Lob aber auch an ihre vielen Helferinnen und Helfer hinter den Kulissen weiter. Rund 60 Personen – Väter, Mütter, Kinder – hatten dafür gesorgt, dass alles reibungslos lief. „Die haben sich um alles gekümmert, von der Betreuung der Sportler und Kampfrichter, vom Überreichen der Medaillen, bis hin zur Bewirtung und Ergebnisauswertung“, so Nina Wente. Auch die Zusammenarbeit mit dem TSV-Vorstand und der Turnabteilung lief bestens. „Da geht der Dank an Abteilungsleiterin Sabine Grötsch für die Bereitstellung der nötigen Geräte und an Jürgen Grötsch, der die Technik so perfekt im Griff hatte“, sagte Wente.

Die Zuschauerresonanz übertraf die Erwartungen. Rund 1500 waren es, die über die beiden Wettkampftage verteilt für beste Stimmung in der TSV-Halle sorgten. „Auch der Vizepräsident des DSAB (Deutscher Sportakrobatik Bund), Bernd Hegele, war begeistert und hat gesagt, das hier war einmalig“, freute sich die Friedberger Trainerin. Die konnte auch mit dem Sportlichen zufrieden sein, schließlich holten Nicole Boxler und Sophie Kirschner den deutschen Meistertitel, das Trio Marlene Langenmayr/Alexandra Hesse/Nina Seebacher stand dreimal auf dem Treppchen, die Formation Emilie Brauchle/Lucia Gaag/Laura Kirschner landete auf Platz sieben bei 27 Starter. „Das Abschneiden war sehr gut. Heuer wurde nach dem neuen Modus gewertet, die Technik zählte doppelt und die Akrobatik einfach – und da wirken sich einfach auch kleine Fehler aus“, so Wente, die auch ihr Trainerteam mit Ian de Schoenmacker, Daniela Glück und Corina Wittmann für die gute Arbeit lobte.

Doch viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Friedberger Sportlern und Trainern nicht – schon bald stehen die nächsten Großereignisse an. So das deutsche Turnfest, das vom 3. bis 10. Juni in Berlin gefeiert wird – in diesem Rahmen gehen dann auch die deutschen Meisterschaften der Junioren und Senioren über die Bühne. Am Start sind dort das Mixed-Team Dana Rühm/Oliver Edelmann, Nicole Boxler/Sophie Kirschner sowie das Trio Sina Lippert/Jaqueline Kreutzpointner/Margaritta Vugman. „Diese Wettkämpfe dienen auch zur Qualifikation für die Europameisterschaft, die im Oktober in Polen stattfinden wird“, betonte Nina Wente.

Für die TSV-Trainerin waren dies nach 2012 nun schon die zweiten deutschen Meisterschaften in der heimischen Halle. Wird es eine dritte Auflage geben? „Vorerst einmal nicht, vielleicht im Jahr 2019“, meinte Nina Wente. Das wäre dann passend zu einem Jubiläum, denn dann wird die Sportakrobatik-Sparte des TSV Friedberg zehn Jahre alt.

 


 

22.05.17 

Sportakrobatik Deutsche Jugend-Meisterschaft

Mit Eleganz und Harmonie zum Titel

Drei Formationen des TSV Friedberg präsentieren sich vor dem heimischen Publikum.
Warum sie dabei besonders aufgeregt sind – und was sie erreichen Von Leonie Steinhardt

 

Szenen von der deutschen Meisterschaft der Jugend in der Sportakrobatik, die am 20./21. Mai beim TSV Friedberg über die die Bühne ging. Nicole Boxler und Sophie Kirschner klein vom TSV Friedberg. Nicole Boxler größer und Sophie Kirschner vom TSV Friedberg führten die Konkurrenz nach dem ersten Tag an.

Bunte Kostüme mit Glitzersteinchen, die Haare zum Dutt frisiert, akkurat und ausdrucksstark geschminkt – schon optisch zeigten sich die Sportakrobatinnen aus ganz Deutschland in der TSV-Halle dem Publikum von ihrer besten Seite. Dazu wurden Hebefiguren präsentiert, bei denen so manch einem der zahlreichen Besucher schon beim Zuschauen fast schwindlig wurde, zudem begeisterten die Turnerinnen mit Salti und Schrauben und gewagten Sprungkombinationen.

Bereits zum zweiten Mal richtete der TSV 1862 Friedberg an diesem Wochenende die deutsche Jugendmeisterschaft der Sportakrobatik aus. Dabei hieß es für die Akrobatinnen, alles geben. Die Sportlerinnen mussten sich bei den Wettkämpfen von etwa 30 Kampfrichtern kritisch beäugen und bewerten lassen und sie zeigten, was in ihnen steckt.

Bereits vor fünf Jahren hat der Verein in Friedberg eine deutsche Meisterschaft in der Sportakrobatik ausgerichtet. Mit einem Netzwerk von vielen Helfern konnte auch dieses Mal wieder eine gelungene Veranstaltung angeboten werden. Während junge Mädchen und Buben in Dirndl und Lederhosen für die Verpflegung der Sportlerinnen sorgten, fielen auch die anderen Mitglieder des TSV Friedberg dank ihrer pinken T-Shirts sofort ins Auge.

Mit drei Formationen war der gastgebende TSV Friedberg am Start – darunter auch ein Duo, das eigentlich schon auf ein anderes Event fixiert ist – auf die Europameisterschaft. Für Nicole Boxler und Sophie Kirschner war dieser Wettkampf ein vergleichsweise kleiner. Das Duo trat bereits bei der Weltmeisterschaft der Sportakrobaten 2016 in China an. „Wenn wir die deutschen Titelkämpfe nicht ausgerichtet hätten, wären die beiden gar nicht gestartet, woanders hingefahren wären wir für die Meisterschaften nicht“, erklärte Trainerin Nina Wente. Trotz all ihrer Erfahrung waren die beiden vor ihrem Auftritt aufgeregt. „Es ist schon noch einmal etwas ganz anderes, wenn man bekannte Gesichter im Publikum sieht und eben der Gastgeber ist“, erklären die beiden. Sie gehören schon zu den alten Hasen in der Sportakrobatik. Die 15 Jahre alte Nicole und ihre elfjährige Partnerin Sophie lieben neue Herausforderungen und turnen deshalb auch schon in einer höheren Leistungsklasse. Den Auftritt in Friedberg – auf den sie nur eine Woche gezielt hintrainiert hatten – krönten sie mit einem souveränen Sieg. Sie lagen in allen Bereichen – Dynamik, Balance und Kombination – klar vor der Konkurrenz und siegten mit 81,520 Punkten.

Neben dem Duo traten vom TSV Friedberg noch zwei weitere Teams an – die Trios Alexandra Hesse, Marlene Langenmayr, Nina Seebacher sowie Laura Kirschner, Lucia Gaag und Emilie Brauchle. Während Alexandra und Nina kaum mit Nervosität zu kämpfen hatten, war Marlene schon sehr aufgeregt. „Natürlich bin ich nervös, schließlich schaut heute ja auch der Bundestrainer zu, und wir wollen uns als Gastgeber von unserer besten Seite zeigen“, meinte sie.

Auch das gelang den Dreien, die nach einem dritten Platz in der Kategorie Dynamik und Rang zwei in Balance letzten Endes mit 74,660 Punkten deutsche Vizemeister bei den Gruppen der Damen wurden.

Unter dem Motto „Dschungel“ traten Laura Kirschner, Lucia Gaag und Emilie Brauchle an. Passend dazu ihre Musik und das Kostüm mit Leopardenmuster und Blätteroptik. Die drei starten eigentlich in der Schülerklasse, dürfen aber altersbedingt ab diesem Jahr schon bei der Jugend mit turnen. Besonders der Salto in ihrer Choreografie ist schwierig. „Damit der Salto gelingt, braucht man die richtige Technik und genügend Körperspannung, sodass man wieder gut landet“, weiß Lucia Gaag. Die 13-Jährige ist schon seit sieben Jahren begeisterte Sportakrobatin. Ihr Ziel gemeinsam mit den beiden anderen Akrobatinnen ist es, 2018 an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Doch gerade der Salto machte diesmal Schwierigkeiten. „Bei den Schülern darf man einen Flick-Flack machen, hier muss es der Salto sein“, erklärt Trainerin Nina Wente.

Für die Mädchen ist es normal, dass sie viermal pro Woche für mehrere Stunden trainieren. Rund ein bis zwei Wochen vor dem Wettkampf bereiten sie sich intensiv vor. Der Weg zum Motto und zur Choreografie ist dabei schon länger, sagt Trainerin Nina Wente. Alles fängt mit der Musik an. Sie sucht die passende Grundlage und schneidet dann alles zusammen. Anschließend kommt die Choreografie. „Es muss auf jeden Fall auf die Akrobatinnen angepasst sein“, meint Wente. Sie selbst war gemeinsam mit ihrem Trainerstab vor der Meisterschaft und auch an den zwei Wettkampftagen mindestens genauso aufgeregt wie ihre Schützlinge. „Ich gehöre genauso dazu, nur stehe ich eben nicht mit vor den Kampfrichtern auf der Matte, sondern im Hintergrund“, lacht sie. Alles in allem war sie aber bereits am ersten Tag sehr zufrieden mit ihren Akrobatinnen – und die Laune war am zweiten mindestens genauso gut.